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Schutz vor Epidemien
Ein wichtiger Aspekt von Impfungen ist der Schutz der Bevölkerung vor Epidemien. Solche Epidemien können immer wieder auftreten und zwar dann, wenn die Durchimpfungsraten unter einem bestimmten Wert liegen.
Infektionserkrankungen gefährden nicht nur den einzelnen betroffenen Menschen, sondern auch seine Umgebung, weil ein erkrankter Mensch die Krankheit auch übertragen kann.
Glücklicherweise muss nicht jeder, der angesteckt wird, auch erkranken: Diese "Attack-Rate" (Kontagionsindex = Anteil der Infizierten, die tatsächlich erkranken) ist auch ein wichtiges Maß für die Bewertung von Impfungen und – z.B. bei Schafblattern (Varizellen) oder Masern – erfahrungsgemäß sehr hoch.
Hygiene und ausgewogene Ernährung sind zur Vermeidung von Infektionen wichtig. Der einzig sichere Schutz ist aber Immunität – nach durchgemachter Erkrankung (aber: nicht in jedem Fall führt das Durchmachen der Erkrankung zur Immunität) oder besser – durch Impfung!
Wird eine Infektionskrankheit in eine mangelhaft oder gar nicht geimpfte Bevölkerungsgruppe eingeschleppt, droht bei relativ leichter Übertragbarkeit und hoher Ansteckungsfähigkeit der Ausbruch einer Epidemie. Bei Durchfallerkrankungen oder Hepatitis A ist schon durch entsprechende Toiletten- und Händehygiene viel zu erreichen, weil die Erreger durch "Schmierinfektion" (Übertragung durch Kontakt mit kontaminierten Gegenständen, z.B. Stuhl-Hand-Mund) übertragen werden.
Bei Übertragung durch direkten Kontakt oder Tröpfchen-Infektion (der Erreger wird über die Atemluft übertragen) - wie z.B. bei Masern, Keuchhusten, Windpocken, Pneumokokken oder Grippe - dürfen erkrankte Kinder natürlich nicht zur Schule oder in den Kindergarten gehen, damit eine Ausbreitung verhindert wird. Manchmal (z.B. bei der Meningokokken-Meningitis) erhalten die engen Kontaktpersonen eine Antibiotika-Prophylaxe (vorbeugende Verabreichung von Antibiotika). Wenn die Inkubationszeit (das ist die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit) etwas länger dauert, können auch sogenannte "Umgebungs- oder Riegelungsimpfungen" die Weiterausbreitung stoppen. Bei hochinfektiösen, lebensbedrohlichen Erkrankungen wird selbstverständlich eine strenge Krankenhausisolierung angeordnet, um die Weiterverbreitung einzudämmen (siehe auch: Gruppenschutz & Individualschutz).
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Masern in Österreich 2008
Know-how
Masernepidemie in Salzburg 2008:
Die Grafik zeigt die Verteilung der Fälle nach Alter und Geschlecht
Quelle:
Eurosurveillance, Volume 13, Issue 16, 17 April 2008. Das Dokument ist unter http://www.eurosurveillance.org/ verfügbar.
siehe auch: Masern in der Steiermark 2009
Measles outbreak in Styria, Austria, March-May 2009
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Masern in Nordrhein-Westfalen 2006
Know-how
Masernepidemie in Nordrhein-Westfalen 2006:
Die Grafik zeigt die Verteilung der Fälle nach Altersgruppen
Quelle:
Eurosurveillance Weekly 2006;11 (12). Das Dokument ist unter http://www.eurosurveillance.org/ verfügbar.
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Masern in Italien 2002
Know-how
Masernepidemie in Italien 2002: Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Durchimpfungsrate und Anzahl der Erkrankungsfälle.
Die untenstehende Grafik zeigt diesen Zusammenhang in Benevento, einem von der Epidemie betroffenen Gebiet.
Quelle:
Eurosurveillance Weekly 2002;6 (49). Das Dokument ist unter http://www.eurosurveillance.org/ verfügbar.
Eurosurveillance: Artikel Masern in Italien 2002
Siehe auch: An outbreak of measles in Lower Bavaria, Germany, January-June 2007
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